Interview

Ein Auszug aus dem Interview, dass ich der lieben Kristina Albrecht von Of Books and Men gegeben habe


Wie lange hat es gedauert, bis „Cloudfänger“ fertig war, von der ersten Idee bis zum Tag der Veröffentlichung?

Ui, das kann ich gar nicht so genau sagen, da die Idee dazu schon kam, als ich noch an der Überarbeitung eines anderen – noch unveröffentlichten – Romans saß. Dann kam das Brexit-Referendum und ich habe die Idee noch verändert. Aber da ich ja alles selbst gemacht habe und mich ins Self-Publishing erst einmal hineinarbeiten musste, hat das Schreiben und der Prozess der Veröffentlichung schon ungefähr ein Jahr, wenn nicht sogar etwas länger gedauert.

Wie hast du für „Cloudfänger“ recherchiert?

Ich habe unter anderem sehr viel zum Brexit und zum genauen Ablauf um die Tage des Referendums recherchiert, auch wenn ich mich schon vor dem Roman auf den aktuellen Stand dazu gehalten habe. Dazu habe ich mir Artikel und Berichte angesehen. Des Weiteren habe ich über die Lebensweise und die „typisch britischen“ Eigenarten recherchiert. Dabei hat mir das Buch „Watching the English – The Hidden rules of english behaviour“ von Kate Fox sehr geholfen, und dass ich bereits in London im Urlaub gewesen bin und mich im Allgemeinen für die britische Kultur interessiere.

Ich bin dann auch noch für einen weiteren Kurztrip nach London im letzten Jahr gereist, um mir noch einmal genau vor Ort die meisten Wege und Orte anzusehen, die meine Protagonisten im Roman gehen.

 

Am liebsten hätte ich noch länger vor Ort recherchiert, doch als Self-Publisherin ganz zu Beginn der Autorenkarriere habe ich leider nur ein schmales Budget gehabt. Darum muss ich auch zugeben, dass mir Google Maps sehr geholfen hat, so konnte ich mir vorab schon mögliche Orte ansehen. Ich hoffe, das wird beim nächsten Roman noch besser.

Wie bist du auf die Idee gekommen, die Themen Liebe und Politik zu mischen?

 

Die erste Idee zu dem Roman und auch zu der Liebesgeschichte hatte ich schon vor dem Ergebnis des Referendums. Nachdem Referendum konnte ich die Geschichte, so wie ich sie mir erdacht hatte, nicht mehr schreiben. Zudem ist der Brexit ja auch ein Sinnbild für eine gesellschaftliche Entwicklung, die wir gerade in den letzten Jahren in den westlichen Ländern beobachten konnten. Und eine Liebesgeschichte während gesellschaftlicher Umbrüche anzusiedeln, ist ja nun auch nicht komplett neu. Aber man versucht als Autor natürlich immer, etwas Eigenes zu erschaffen.


Rezension

Eine thematisch gar nicht mal so entspannte Geschichte – aber sehr entspannt erzählt. 

Die große Politik, selten ja emotionslos diskutiert wird hier zum konkreten Schwerpunkt alles Emotionalen.

Ein interessantes Thema, Liebe und Politik zu mischen.

Denn es zieht einen Rattenschwanz nach sich, aus Gefühlen, Gedanken, Entscheidungen. Und die sind nicht nur einsam, sondern, wie man hier sehen kann, haben auch große Auswirkungen auf Beziehungen, Freundschaften und das Miteinander. 

Die Geschichte um Cara, Blake und Amelia hangelt sich locker und leicht erzählt am roten Faden entlang, es macht Spaß, den Dreien auf ihrem Weg zu folgen.

Allgemein ist Cloudfänger ein sehr unterhaltsames Buch, das nur auf den ersten Blick eine Geschichte über Liebe und Freundschaft ist. Die eigentliche Botschaft über Ansichten, Meinungen und den Umgang mit Selbigen geht dann doch etwas tiefer.

 

Das Ende beantwortet lange nicht alle Fragen, die man sich im Laufe des Buches so stellt. Und das ist auch gut so, schließlich ist Cloudfänger der Beginn einer Trilogie.

Rezension verfasst von Kristina Albrecht, Of Books and Men

 

Fotos: Kristina Albrecht, Of Books and Men


Buch-Blog Calipa über den Roman Cloudfänger

Da ich wenige Romane dieser Art lese oder zu Ende gelesen habe, die mit Politik beziehungsweise dem Weltgeschehen nicht fern von Deutschland zu tun haben, empfand ich dieses Buch als erfrischend. Ich denke das hier für jeden etwas an Charakter und Story vorhanden ist, weswegen ich guten Gewissens Empfehlen kann hier zuzugreifen.

 

Es war ein interessantes Buch mit einer interessanten Handlung und mit Hauptcharakteren, die einen starken Wiedererkennungswert haben. Die Geschichte ist nicht unnötig dramatisch oder theatralisch, sondern interessant mit vielen Up & Down Momenten. 

Rezension verfasst von Mandy König, Calipa